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Ein Wickelkleid aus Webstoff

… aus dem letzten Herbst, das es aus unerfindlichen Gründen noch nicht in den Blog geschafft hat.

Da ich es heute trage, fand ich die Gelegenheit günstig, ein paar Bilder zu machen und das Kleid endlich mal zu verbloggen (auch wenn die Bilder leider nicht besonders gut geworden sind 😦 )

Wickelkleid (2)

Genäht habe ich das Kleid zu unserem Freundinnenwochenende, das im Oktober? November? des letzten Jahres stattfand – ähem, ich weiß nicht mehr genau, wann das jetzt war. Es ist aber schon wieder viel zu lange her…

Wie schon im Titel steht, es ist aus Webstoff: ein digitalbedruckter Köper mit etwas Elasthan von Alfatex (der lag zuvor auch schon ein Jahr hier, bis mir etwas Passendes dazu eingefallen ist)

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Ich persönlich finde Wickelkleider aus Webstoff eher schwierig. Ich habe da schon die verschiedensten Schnitte ausprobiert, die alle gleich entsorgt wurden, weil sie einfach (für mich) nix waren.

Aber ich wollte jetzt endlich auch mal ein Wickelkleid aus Webstoff, also habe ich wieder gebastelt, probegnäht, verworfen, neu gebastelt.

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Mit dem daraus resultierendem Ergebnis bin ich jetzt aber ganz zufrieden.

Grundlage war – wie so oft – mein ‚Grundschnitt‘ aka McCall’s 4769.

Daran bastelte ich den ‚Wickel‘ und einen Kragen, dessen Idee von Butterick 6040 stammt (ich glaube, McCall’s hatte den Schnitt auch mal…)

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In die vordere Kante habe ich eine Paspel genäht (HIER).

Taillenband dran und den Rockteil – von dem zuletzt getesteten – Butterick 5030.

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Wie ihr seht, das Kleid wird nicht mit einem Bindeband geschlossen, sondern mit 2 Knöpfen.

Einen ‚Sicherheits-Druckknopf‘ habe ich im Oberteil auch noch angenäht – für alle Fälle.

Und jetzt ein paar Tragefotos, die leider etwas dunkel geraten waren und durch das Aufhellen etwas gelitten haben…

Aber sie sind noch vorzeigbar und man kann etwas darauf erkennen 🙂

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Taschen hat das Kleid natürlich auch 🙂

Wickelkleid (5)

Und nun: Auf Wiedersehen!

Wickelkleid (1)

Ich wünsche euch wunderbare Ostertage!

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Tücherjahr 2016 – Tuch II

Das Drops Lacegarn in olive liegt bestimmt schon ein Jahr hier.

Ursprünglich hatte ich mir in den Kopf gesetzt, daraus den Spider’s Web Shawl aus dem Victorian Lace today-Buch zu stricken.

Als ich dann aber mal ein bisschen probegestrickt habe, habe ich aufgegeben. So ein feines Garn, einfädig mit 4er oder 5er Nadeln zu verstricken, ist nicht so ganz meins. Schon der Anschlag auf dem Nadelspiel (ich hatte mir sogar extra ganz kurze Nadeln besorgt) wollte nicht so recht funktionieren und verursachte mehr Frust als alles andere. Irgendwie hatte ich andauernd einen Knoten in den Fingern…

Also alles wieder weggelegt.

Bekanntlich, wenn man etwas weglegt, kommt irgendwann von ganz alleine eine Idee. Ist bei mir zumindest oft so.

Als ich nach einer Anleitung für Tuch I suchte, entdeckte ich auch direkt eine Anleitung für Tuch II – sehr praktisch 😀

EZ 100th Anniversary Camping Half-Circle

Ein Halbkreis aus verschiedenen Lacemustern, eigentlich dem ersten Tuch sehr ähnlich, aber eben aus sehr viel dünnerem Garn.

Verstrickt habe ich das Lacegarn doppelfädig mit 4,5er Nadeln.

Fertig abgekettet war es eher ein trauriger ‚Lappen‘, aber das war ja klar.

Ich bin sehr begeistert davon, wie sich das Muster bzw. die Muster nach dem Spannen entfaltet haben.

Den Bogenrand finde ich besonders schön.

Verbraucht habe ich etwa 1,5 Stränge – das Tuch wiegt also zarte 150 Gramm bei einer Größe von ca. 175 x 75 cm.

Ich bin ganz begeistert von dem Ergebnis und bin erstaunt, wie sehr das dünne Garn doch wärmt. Das hatte ich irgendwie nicht erwartet.

Ich trage es heute zusammen mit meinem Weihnachtskleid 2015 – die Tragefotos gibt es dann am Mittwoch 🙂

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende!

Rot-grün-kariert…

…in meinen Augen DIE perfekte Farbzusammenstellung für Weihnachten…

Aber nein, ich habe KEIN weiteres Weihnachtskleid genäht!

Ich habe vorhin auf meinem Smartphone noch einige Fotos von ungebloggten Dingen gefunden, unter anderem auch von dem rot-grün-karierten Kleid, dass ich schon irgendwann im Oktober genäht habe.

Ihr erinnert euch vielleicht noch an dieses Bild…?

Versteckt in dem Post mit dem rot-blau-karierten Kleid.

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Die verwendeten Schnitte sind die Gleichen:

Oberteil von McCall’s 4769 mit einer Passe von einer Burdabluse (Burda 8/2004 – Modell 115) mit dem Kragen von meinem geliebten Butterick 5846.

Die Ärmel stammen teilweise – also genaugenommen die Armkugel – auch vom Butterickschnitt.

Ich habe sie auf ‚langarm‘ verlängert und eine Manschette angebracht.

Da muss ich mich an irgendeiner Stelle vermessen und/oder verrechnet haben – es könnte vielleicht auch möglich sein, dass es am Zuschnitt im schrägen Fadenlauf liegt…. Keine Ahnung. Sie sind nämlich zu lang. Das ist mir aber erst aufgefallen, nachdem alles angenäht, zurückgeschnitten und abgesteppt war 😦

Meine Lösung für das Problem: Die Manschette wird einfach immer hochgeklappt und am Ärmel-Schlitz mit einem kleinen Druckknopf geschlossen. Ratz-fatz.

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Der Rock ist ebenfalls wieder vom Vogue 8811 mit Knopfleiste und aufgesetzten Fake-Taschenklappen.

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Ansonsten habe ich dieses Kleid genauso verarbeitet, wie seinen Vorgänger – bei der Passe musste ich allerdings etwas tricksen, da der karierte Stoff ein Doppelgewebe und von der Rückseite schwarz ist.

Bevor ich also die eigentliche Passe aufnähen konnte musste ich den Karostoff nochmal von innen gegennähen, damit das Rever auch kariert erscheint.

Beim Fotosmachen habe ich festgestellt, dass meine grünen Stiefel nicht so optimal sind, wie gut, dass ich auf die Roten ausweichen kann 🙂

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Die Ärmel finde ich im schrägen Fadenlauf etwas suboptimal, irgendwie ist das Tragegefühl anders als bei ’normalen‘ Ärmeln. Möglich, dass das nur meine Wahrnehmung ist, das kann ich nicht beurteilen, aber so schnell werde ich das sicherlich nicht nochmal machen.

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Nichtsdestotrotz bin ich ganz zufrieden mit meinem Kleid und habe es auch schon entsprechend oft getragen 🙂

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Und somit verabschiede ich mich für dieses Jahr, die anderen unverbloggten Dinge müssen warten bis ’nächstes‘ Jahr…

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und alles Liebe und Gute für das neue Jahr!

Erbsenfroschgrasgrün mit rost

Einen Wolltrenchcoat oder besser einen Mantel im Trenchcoatstil aus Wollstoff wollte ich schon immer haben.

‚Schon immer‘ ist natürlich übertrieben und bedeutet in meinem Fall: seit November 2012 – da war nämlich in der Burda ein Trenchcoat aus einem Wollstoff mit Lederpaspel abgebildet.

Tja, und wie es dann so kommt, wenn man nicht alles gleich umsetzt, gerät es irgendwann in Vergessenheit. Kommt noch hinzu, dass ich ja eigentlich auch keinen weiteren (Winter)Mantel brauchte…

Irgendwann im August diesen Jahres habe ich mir einen französischen Film – Die anonymen Romantiker – angesehen und schwupps kam meine Erinnerung an diesen Wolltrench auch wieder zurück.

Ich musste diesen Mantel haben, den die Hauptdarstellerin trug. In Grün ❤

Ich habe über mehrere Wochen immer mal wieder im Internet nach einem ‚erbsenfroschgrasgrünen‘ – Danke Wiebke für diese Wortschöpfung – Wollstoff gesucht.

Außer Walkloden und Strickwalk in kiwi hatte ich wenig Erfolg 😦

Ok, es gab schon Stoffe in dieser speziellen Farbe, aber ich war nicht bereit für einen Meter Stoff knapp 50 € zu zahlen…

Letzten Endes erinnerte ich mich an eine (Möbel)Wollstoffkollektion, die ich gerade neu hatte und siehe da, darin fand sich ebenjener Wollstoff in erbsenfroschgrasgrün ❤

powered by Joop! 🙂

Die Zusammensetzung ist vollkommen ok (75% Schurwolle, der Rest Polyfasern), so dass ich keinerlei Bedenken hatte, daraus einen Mantel zu nähen.

Den Schnitt aus der 11/2012 Burda habe ich allerdings nicht genommen.

Als ich im Frühjahr auf der Suche nach Trenchcoatschnitten war, hatte ich u.a. den Schnitt aus der 9/2010-Burda Modell 113 abgepaust, um mich später dann doch für den Robsoncoat zu entscheiden. Der Schnitt lag jetzt also noch hier und ich fand ihn für meinen grünen Wollstoff geeignet. Das Einzige, was mich gestört bzw. was mir gefehlt hat, war  – wie immer – eine Kapuze.

Da habe ich wieder auf den bereits mehrfach bewährten Kapuzenschnitt zurückgegriffen und anstatt des Kragens eben eine Kapuze angenäht.

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Die Taschen und Taschenklappen habe ich um 3 cm nach unten verlegt und die Riegel auf den Schultern weggelassen – beim Robsoncoat stört mich hin und wieder, dass meine Handtasche  am Knopf hängenbleibt.

Außerdem gab es die ausgesuchten Knöpfe nicht mehr in ausreichender Menge 🙂

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Da mir Burdaschnitte recht gut passen, musste ich sonst nichts ändern.

Der Ärmelriegel mal etwas näher…

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…und ein Blick auf die Taschenklappen…

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Paspelknopflöcher müssen sein.

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Mit dem Futter hatte ich dieses Mal etwas mehr Arbeit, da ich mir in den Kopf gesetzt hatte, ein Steppfutter selber zu machen.

Passendes Futter hatte ich noch hier liegen, aber was nähe ich dahinter?

Da gibt es ja mehrere Möglichkeiten.

Eine Watte (also Thinsulate, Meida oder Ähnliches) wollte ich nicht.

Da blieb nur noch Wollwatteline.

Das ist wirklich ein tolles Material und erinnerte mich ein wenig an diese 80er-Jahre-Mohair-Angora-Flauschipullover 🙂

Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass man Wollwatteline in kleinen Abständen steppen muss, weshalb eine punktuelle Befestigung am Futterstoff ausschied.

Das aufgedruckte Muster meines Futterstoffes hat es mir da aber besonders einfach gemacht.

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Das war jede Menge Arbeit (ich habe bestimmte 4 Stunden gebraucht für ein Stück 140 x 200 cm), die sich aber definitiv gelohnt haben.

Es sieht echt toll aus und fühlt sich ebenso toll an 🙂

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Das gesteppte Ärmelfutter habe ich übrigens wieder rausgetrennt und gegen ungestepptes Futter ersetzt. In Verbindung mit einer Strickjacke, die ich gerne trage, waren die Ärmel ziemlich spack und damit sehr unbequem.

Ich bin mit dem Futterergebnis sehr zufrieden, aber in naher Zukunft werde ich das wohl nicht mehr machen…

Und jetzt kommen jede Menge Tragefotos – ich kann mich einfach nicht entscheiden, welches das Beste ist…

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Hm, passende Handschuhe wären ja auch nicht schlecht.

Aber die kann ich nicht selber stricken, dabei breche ich mir die Finger… 🙂

(…und Fäustlinge möchte ich nicht.)

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Der Schal ist ebenfalls neu bzw. ungebloggt.

Gestrickt habe ich den schon im April/Mai nach einer Anleitung von Åsa Tricosa.

Sister Syster ist sein Name 🙂 – bei Ravelry gibt es noch mehr Bilder dazu.

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Erst kürzlich gestrickt habe ich ich die Mütze, weil mir der Gedanke kam, dass ein Schal ohne passende Kopfbedeckung im Winter eigentlich blöd ist 😉

Diese Anleitung ist von Drops; die habe ich vor zwei Jahren schon mal in grün gestrickt – HIER zu sehen.

Verstrickt habe insgesamt 4 Knäuel Fabel in rost für den Schal und nicht ganz 2 Knäuel für die Mütze, wobei ich dafür das Garn doppelt genommen habe.

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… und tschüß …

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Habt ein tolles 1.-Adventswochenende!

Forest Cardigan

Dieses Jackenmodell ist doch mittlerweile eher untypisch geworden – mag ich doch die kleinen, kurzen Jäckchen sehr gerne.

Als ich aber die Anleitung des Forest Cardigan zufällig via ravelry fand (ich muss immer mal wieder Interessantes in der Seitenleiste anklicken), war ich von jetzt auf gleich sofort begeistert. Mag gut sein, dass die Präsentation ihr übriges tat, trägt doch die Dame ein Hemdblusenkleid 🙂

Und dann diese Jacke, in genau dieser Farbe – die muss ich haben!

Allerdings war mir der Preis für das Originalgarn dann doch zu hoch, so dass ich mich auf die Suche nach einem Ersatz machte.

Fündig geworden bin ich dann bei ebay, wo ich auf das Schachenmayr-Garn ‚SMC Softwool‘ gestossen bin. Das gab es sogar in einer passenden Farbe – seegrün oder salbei – welche dem Original sehr, sehr nahe kommt.

Bestellt und gleich begeistert gewesen von diesem Garn – so schön weich.

Ich musste natürlich gleich anstricken…

Besonders gefällt mir, dass die Jacke komplett krausrechts gestrickt ist – das mag ich sehr, ist aber auch ein Garnfresser – und nur die Ärmel und Taschen mit Zöpfen versehen sind.

Meine Maschenprobe war nicht ganz passend, so dass ich Größe L gestrickt habe, um Größe M zu bekommen.

Gestrickt habe ich mit 4er Nadeln und verstrickt habe ich etwas mehr als 12 Knäuel (ihr versteht jetzt vielleicht, dass ich da das Originalgarn nicht verstricken wollte…)

Nach knapp 4 Wochen Strickzeit konnte ich die fertige Jacke in den Händen halten, aber noch nicht tragen, weil es einfach noch zu warm war.

Aber jetzt.

Zuletzt getragen zum Blümchenkleid

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…und gestern getragen zu Streifenbluse und Jeans (ja, ich habe den Latz dann doch wieder abgetrennt…)

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Egal wie ich kombiniere, ich mag meinen Forest Cardigan.

Ich finde die Farbe so unkompliziert, dass ich sie nahezu zu fast allem in meinem Kleiderschrank tragen kann.

Habt ein tolles Wochenende!