Archiv der Kategorie: Grüne Welle

Tücherjahr 2016 – Tuch II

Das Drops Lacegarn in olive liegt bestimmt schon ein Jahr hier.

Ursprünglich hatte ich mir in den Kopf gesetzt, daraus den Spider’s Web Shawl aus dem Victorian Lace today-Buch zu stricken.

Als ich dann aber mal ein bisschen probegestrickt habe, habe ich aufgegeben. So ein feines Garn, einfädig mit 4er oder 5er Nadeln zu verstricken, ist nicht so ganz meins. Schon der Anschlag auf dem Nadelspiel (ich hatte mir sogar extra ganz kurze Nadeln besorgt) wollte nicht so recht funktionieren und verursachte mehr Frust als alles andere. Irgendwie hatte ich andauernd einen Knoten in den Fingern…

Also alles wieder weggelegt.

Bekanntlich, wenn man etwas weglegt, kommt irgendwann von ganz alleine eine Idee. Ist bei mir zumindest oft so.

Als ich nach einer Anleitung für Tuch I suchte, entdeckte ich auch direkt eine Anleitung für Tuch II – sehr praktisch 😀

EZ 100th Anniversary Camping Half-Circle

Ein Halbkreis aus verschiedenen Lacemustern, eigentlich dem ersten Tuch sehr ähnlich, aber eben aus sehr viel dünnerem Garn.

Verstrickt habe ich das Lacegarn doppelfädig mit 4,5er Nadeln.

Fertig abgekettet war es eher ein trauriger ‚Lappen‘, aber das war ja klar.

Ich bin sehr begeistert davon, wie sich das Muster bzw. die Muster nach dem Spannen entfaltet haben.

Den Bogenrand finde ich besonders schön.

Verbraucht habe ich etwa 1,5 Stränge – das Tuch wiegt also zarte 150 Gramm bei einer Größe von ca. 175 x 75 cm.

Ich bin ganz begeistert von dem Ergebnis und bin erstaunt, wie sehr das dünne Garn doch wärmt. Das hatte ich irgendwie nicht erwartet.

Ich trage es heute zusammen mit meinem Weihnachtskleid 2015 – die Tragefotos gibt es dann am Mittwoch 🙂

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende!

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MeMadeMittwoch – 14.10.2015

Ich trage heute ebenfalls etwas Altes und etwas Neues.

Alt sind die Hose (von HIER) und die Blümchenrestebluse (von HIER).

Agatha2 (2)

Neu ist die Strickjacke.

Nachdem das grüne Garn nun schon ein Jahr hier unbeachtet rumlag, weil ich urplötzlich und kopfüber in ein Strickloch fiel, habe ich meine Stricklust vor einer Weile wiedergefunden.

Eine grüne Strickjacke wollte ich schon länger stricken, weil meine Gekaufte zwar schön ist, aber irgendwie immer schon zu kurze Ärmel hatte.

Agatha (1)

Gestrickt habe ich nach der Agatha-Anleitung von Andi Satterlund.

Die Anleitung ist gut, aber trotzdem hatte ich nicht so viel Spaß beim Stricken, wie bei den anderen Modellen von ihr. Ich weiß nicht warum…

Aber – ein Glück – ich habe dennoch durchgehalten und besitze jetzt eine selbstgestrickte, grüne Strickjacke, yeah!

Verstrickt habe ich 9 Knäuel Karisma von Drops in waldgrün.

Agatha (3)

Um Größe M zu bekommen, habe ich Größe L gestrickt, weil meine Maschenprobe nicht ganz passend war.

Mit dem Ergebnis und der Passform bin ich aber zufrieden.

Da mir die Blenden etwas zu labberig erschienen, habe ich mich an der Fröbelina-Methode bedient und an die Blenden von hinten Schrägband genäht.

Agatha2 (4)

Die Knöpfe finde ich supertoll – auch wenn sie nicht hundertprozentig passen -, die habe ich letztes Jahr im Vintagestübchen via Facebook erworben.

Agatha (2)

Und in Wirklichkeit sind sie auch nicht so grell…

Und jetzt werde ich mal schauen, wer sich so auf dem virtuellen MeMadeMittwochslaufsteg tummelt…

… und tschüss …

Agatha2 (3)

Grüne Welle – Teil IV

Und hier kommt Jäckchen Nummer 2, das ich in den letzten Wochen gestrickt habe.

Ausgesucht habe ich mir ‚Hetty‘ – nochmal eine Anleitung von Andi Satterlund.

Für das favorisierte Strickobjekt musste ich extra neues, grünes Garn besorgen.

In der grünen Garn-Sammlung fand sich leider nichts Passendes 😦

Hetty (2)

Es musste auch unbedingt grün sein, denn die Hetty von Andi gefällt mir sehr gut und da kam keine andere Farbe für mich in Frage.

Entschieden habe ich mich für Drops Paris Farbe 43.

Eigentlich wollte ich Hetty als WM-Jäckchen stricken, aber beim Löcher stricken muss ich mich immer sehr konzentrieren, das hätte ich während der spannenden Spiele nicht hinbekommen 🙂 – deshalb habe ich stattdessen das noch geheime Geburtstags-Nuvem gestrickt. Mit dem Finale war dieses fertig und ich konnte mich der grünen Hetty wieder zuwenden.

Hetty (3)

Es fehlten dann auch nur noch die Ärmel.

Da musste ich nach mehreren Versuchen, das Muster in Runden zu stricken (laut Anleitung), aufgeben. Das sah nämlich total anders aus als das Muster vom Körper.

Ich hätte nicht gedacht, dass es so einen großen Unterschied macht, ob man in Runden oder hin- und her strickt.

Ich habe deswegen also jetzt eine Naht im Ärmel, aber das stört micht nicht; Hauptsache das Muster sieht gut aus 🙂

Außerdem habe ich wieder lange Ärmel gestrickt.

Mit 4er Nadeln gestrickt habe ich 8,5 Knäuel verbraucht.

Gestrickt habe ich Größe M. Die Ärmel allerdings in S. Die fand ich in Größe M etwas zu groß und schlabbrig.

Die Knöpfe habe ich wiedermal bei ebay gefunden und für gut befunden, weil sie neben braun auch ein bißchen grün sind und wunderbar zum Garn passen.

Und so schaut’s in getragenem Zustand aus…

Hetty (5)

Drunter trage ich übrigens Restebluse Nummer 5 – die Letzte – die ich aber noch immer nicht vorgestellt habe. Kommt noch. Versprochen.

Hetty (4)

… und tschüss …

Hetty (1)

Grüne Welle – Teil III

… oder: Alle guten Dinge sind drei!

 

Ich habe tatsächlich drei Versuche gebraucht, um das wunderschöne dunkelolivfarbene Baumwollgarn – das ich irgendwann mal ertauscht habe –  in etwas Tragbares zu verwandeln.

Versuch 1…

… zu groß 😦

Versuch 2…

… etwas zu klein (besonders an den Armen und Armlöchern) 😦

Und danach hatte ich keine Lust mehr auf das Garn.

Es durfte jetzt gut zwei jahre in der Kiste schlummern.

Dieses Jahr habe ich mich wieder getraut.

Ich wollte doch jetzt UN-BE-DiNGT ein Jäckchen aus dem Garn haben; es passt doch so gut in meinen Kleiderschrank 🙂

Und?

Mein erster Versuch RVO – Raglan von oben – zu stricken.

Uuuund?

Yeah – ja – juhu!

Ich hab’s endlich geschafft!!!

Tadaaaa!

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Peggy Sue – eine freie Anleitung von Linda Wilgus.

Die Anleitung sagt: Stricken Sie eine Jacke mit kurzen Ärmeln.

Was soll ich mit einer kurzärmeligen Strickjacke? Ich habe da schon zwei, die ich nicht trage 😦

Also habe ich lange Ärmel gestrickt – ich möchte schließlich gewärmt werden…

Besonders gut gefällt mir das gezopfte Bündchen.

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Die kleinen Zöpfchen sind schon niedlich, irgendwie 🙂

Da habe ich mich auch nicht an die Anleitung gehalten. Die Maschen sollten nämlich verschränkt gestrickt werden. Das war mir zu fummelig. Ich habe die Maschen normal gestrickt.

Die Knöpfe waren ja schon mal an Versuchsjacke Nummer 2, danach zierten sie zwei genähte Kleidungsstücke.

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Ich habe sie kurzerhand von Bluse und Kleid wieder abgetrennt – da kommen jetzt jeweils neue dran – und hier angenäht. Ich finde noch immer, dass sie einfach so gut zum Garn passen… 😀

Und so schaut’s aus.

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Erst war ich skeptisch…

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… aber den Probetag habe wir gut zusammen gemeistert.

Und weil’s so schön ist, gibt’s demnächst noch mehr von den kleinen, kurzen Jäckchen 🙂

… und tschüsss …

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(Ich bin dann mal Knöpfe annähen :mrgreen: …)

Nicht mein Ding…

Viele lieben und nähen Jerseykleider.

Ich habe auch ein paar genäht, trage sie gelegentlich, aber ICH liebe sie nicht.

Jersey

Ich bin bestimmt komisch, aber ich fühle mich nicht wohl darin, nur halbangezogen irgendwie. Keine Ahnung, wie ich das erklären soll. Ich bin halt ein ‚Webstoff-Typ‘.

Und weil das eben so ist, habe ich beschlossen, die vorhandenen Jerseykleider zwar nicht zu entsorgen, sie aber in den Hausdienst zu stellen. So als schicke Jogginganzüge, oder so 🙂

Und umgekehrt bedeutet das, dass ich mir neue Kleider nähen muss/möchte/will/kann.

Den Anfang mache ich vielleicht/wahrscheinlich mit einem Hemdblusenkleid – ähm ja, aber darin fühle ich mich einfach am wohlsten – in unibraun.

Ein Stoff in ausreichender Menge ist vorhanden: ein Poly-Viskose-Elasthangemisch mit einem feinen Fischgratmuster – leider schlecht zu fotografieren.

Und so ein braunes Hemdblusenkleid ist ein tolles Basic – Braun ist eben mein Schwarz 🙂

Und wenn ich schon einmal beim Überlegen bin, komme ich zu dem Entschluß, dass das grüne Strickkleid – das sich momentan noch auf meinen Nadeln befindet – leider auch irgendwie eine Fehlentscheidung war.

Green Dress

Auch wenn es noch so schön hätte sein können, ein weiteres Strickkleid in meinem Kleiderschrank, das ich viel zu selten bis gar nicht trage, muss dort nicht liegen.

Und bis ich eine Entscheidung gefällt habe, was ich als nächstes machen möchte, stricke ich zur Abwechslung nochmal ein paar Socken.

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Habt einen schönen Abend!