Das Probekleid

Nachdem ich letztens mal wieder festgestellt hatte, dass die Burdahüftmaße und meine Hüftmaße nicht wirklich gut korrespondieren – sagen wir mal so: das passt schon, aber laut Tabelle müßte ich dann obenrum 38 nehmen und im unteren Bereich 42 – musste ich mir etwas einfallen lassen, um doch noch an mein Jeanskleid zu kommen…

Ich habe also ein paar Schnitte zusammengesucht (welche das waren erzähle ich dann beim echten Kleid 😉 ), die dem entsprachen, was ich suchte: Prinzessnähte vorne und hinten, Kragen, ohne Taillennaht, lange Ärmel mit Manschette und weiter Rock – und habe geschnitten, geschoben und geklebt, wie eine Verrückte 🙂 (eigentlich hatte ich mir geschworen, solche Basteleien nicht mehr zu machen…)

… und ein Probekleid genäht.

Eigentlich nicht mein Ding, aber den tollen Jeansstoff wollte ich auf gar keinen Fall verschneiden.

Im Lager fand sich noch ein Stoff, den ich mal vor ein paar Jahren von meiner lieben Blog- und Nähfreundin Liese geschenkt bekommen habe (was jetzt auf gar keinen Fall bedeutet, dass ich den Stoff nicht leiden kann – ich war mir fast schon sicher, dass es funktioniert 😀 ). Lange musste er auf seine endgültige Verarbeitung warten, aber irgendwie hatte ich schon immer das Gefühl, dass er ein Hemdblusenkleid werden sollte. Ursprünglich hatte ich das Retro-Mantelkleid  aus ‚Rock ‚a‘ Bella‘ angedacht; das aber aufgrund der Schnittprobleme wieder verworfen.

Hemdblusenkleid. So oder so.

Trial and error.

Entweder geht’s oder nicht.

Ok, ich habe viel getrennt und geflucht (was auch dazu beigetragen hat, dass Beginn und Fertigstellung mittlerweile 7 Wochen auseinanderliegen), aber am Ende ist es nicht perfekt, aber ganz gut geworden.

Probekleid (16)

Ich finde, das Muster hat Ähnlichkeit mit Herbstastern.

Der MamS assoziiert eher Pommestüten… Nunja.

Am meißten habe ich mich bei den Ärmeln geärgert. Die wollten einfach nicht so wie ich.

Das Ende vom Lied sind dann jetzt – nicht so gute – Puffärmel.

Probekleid (18)

Der Kragen mit Steg ist noch vom Burdakleid übergeblieben – wird es aber am echten Kleid so nicht geben.

Die Ärmel. Nachdem ich gedacht habe, sie wären etwas zu kurz geraten, habe ich eine Manschette angenäht. Jetzt sind sie ein bißchen zu lang. Das läßt sich aber nicht mehr ändern, weil ich den Ärmelschlitz ja eingeschnitten habe.

Probekleid (20)

Eigentlich kann ich damit auch leben.

Oder ich krempel sie um.

Dann sind sie wieder zu kurz 🙂

Probekleid (15)

Wie auch immer, ich bin echt froh, dass ich nicht den guten Stoff angeschnitten habe!

Aber das Probekleid mag ich trotzdem. Mit all seinen Macken…

Probekleid (17)

… und den selbstbezogenen Knöpfen 🙂

Der Grundton ist übrigens nicht grau, sondern ein graues Olivgrün – je nach Licht.

Und jetzt Bilder an der Frau 🙂

Halbherbstlich oder halbsommerlich – pessimistisch oder optimistisch, je nachdem – mit Ballerinas und Gürtel in gelb.

Probekleid (22)

Ach ja. Taschen. Die dürfen nicht fehlen.

Ohne Gürtel.

Probekleid (13)

Und für den echten Herbst und Winter mit Stiefeln.

Probekleid (12)

… und tschüss …

Probekleid (1)

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8 Gedanken zu „Das Probekleid

  1. Sandra M.

    Probekleid??? Ich würde mal sagen, dass ist super geworden und kann durchaus als „1. geglückter Durchgang“ gewertet werden.
    LS, Sandra
    PS: Beim ersten Bild dachte ich auch sofort an Pommes. Aber auf dem zweiten Foto sind die wunderschönen Blumen sehr gut zu erkennen.

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    1. Anmasi Autor

      Ich meine, wenn ich mich streng an die Masstabelle halte (wie es evtl. Ein Anfänger tun würde), würde ich eher 42 nehmen, weil mein Maß genau zwischen 40 und 42 liegt. In Wirklichkeit wäre 40 die richtige Wahl.

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  2. LIese

    Astern? – Chrysanthemen! *lach*
    Den Stoff hatte ich schon total vergessen… Mir gefällt, was Du daraus gemacht hast, obwohl Deine Fotos ihm nicht gerecht werden, das Olivgrün fand ich immer wunderschön, vor allen Dingen für einen Herbsttyp.
    Ich hätte übrigens nie gedacht, dass der Stoff so gut fällt, wenn man ihn zu so einem Kleid verarbeitet, ich habe ihn eigentlich recht fest in Erinnerung. Mut wird also manchmal belohnt, kann ich dazu nur sagen.
    Bis morgen?
    Liese

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